Helios präsentiert: eine kurze Reise durch die faszinierende Tierwelt des Sunshine State

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    • Helios präsentiert: eine kurze Reise durch die faszinierende Tierwelt des Sunshine State

      Hallo zusammen,

      ich hatte es in diesem Thema schon angekündigt, dass ich gerne einen Bericht über unseren letzten Familienurlaub erstellen würde, auch wenn die Aufnahmen nicht mit Olympus entstanden. Alle Bilder, die ich hier zeige, habe ich mit der Sony RX10 Mark IV aufgenommen, zu der ich gern (genauso wie zu der Reise selbst und natürlich zu den Bildern) Auskunft gebe, falls es konkrete Fragen gibt, und das ein oder andere erzählen werde, wenn es gerade passt. Zur bessere Einordnung vorneweg, die RX10M4 besitzt einen 1-Zoll-Sensor mit 20 Megapixel Auflösung, der ziemlich genau halb so groß ist wie der FT-Sensor (Formatfaktor 1,4). Sie ist mit einem Zoomobjektiv ausgestattet, dass einen FT-äquivalenten Brennweitenbereich von 12-300 mm bietet (8,8-220 mm physikalisch), bei einem FT-äquivalenten Blendenbereich von f/3,5-5,6 (physikalisch f/2,4-4). Ich hoffe die Informationen helfen bei der Einordnung der Aufnahmedaten aus den EXIFs in Bezug auf unsere üblichen FT- bzw. µFT-Kameras und -Objektive.

      Während uns der letzte Familienurlaub nach Australien führte, waren wir in diesem Frühjahr in Südflorida unterwegs. Dort hatten wir zwar ein festes Haus in Cape Coral (dem deutschen Rentnerparadies an der Golfküste), haben aber etliche Touren bis hin nach Key West unternommen. Zudem sind meine Frau und ich ein paar Tage früher angereist und haben uns in Lakeland ein Hotel genommen. Die Stadt liegt auf der Route von Tampa im Westen nach Orlando und Cape Canaveral im Osten, ist touristisch eher unbedeutend (wenn man davon absieht, dass es als günstige Alternative zu Orlando gilt, falls man die dortigen Freizeitparks besuchen möchte), liegt dafür aber verkehrsgünstig und bietet mit dem "Circle B Bar Reserve" einen der schönsten Naturparks von ganz Florida mit einer großen Artenvielfalt. Bevor wir den aber besuchten, regenerierten wir am ersten Tag unserer Reise in einer kleineren, aber für Naturinteressierte durchaus ebenfalls spannenden "Oase", dem Lake Parker Park in Lakeland. Dort hatten wir auf dieser Reise auch den ersten Kontakt mit der Tierwelt, wobei die ersten Vertreter uns ziemlich bekannt vorkamen.

      Amerikanisches Blässhuhn und Amerikanische Teichralle

      Während das Amerikanische Blässhuhn (erste zwei Bilder) immerhin als eigene Art geführt wird, handelt es sich bei der Amerikanischen Teichralle (letzten vier Bilder) "lediglich" um eine Unterart der hiesigen Teichhühner. Zum verwechseln ähnlich sehen allerdings beide ihren europäischen Verwandten, und durch das recht kühle, wechselhafte Wetter mit gelegentlichen Schauern war der erste Tag keine wirklich große Umstellung für uns. Aber es sollte ja noch viel besser werden - auch photographisch...

      - Schönen Gruß, Sascha -

      Onzesi.de - Photographie ist mehr!
    • Es freut mich, dass Interesse an der Serie besteht, und ich werde mich bemühen, hier ohne größere Unterbrechungen Bilder einzustellen.

      @Mike: Die RX10M4 (oder RX10IV oder RX10 Mark IV) hat den gleichen Sensor und Bildprozessor wie deine RX100VA, auch das Bedienkonzept und die Menüstrukturen ähneln sich stark (weshalb ich immer mal wieder nach einem guten Angebot als kompakte Ergänzung schaue, falls du mal verkaufen möchtest, darfst dich gern melden ;) ). Es handelt sich übrigens um bereits sechste Version eines 20-MP-Sensors im Format 1-Zoll von Sony, wobei jeweils die Bildqualität, aber auch die Geschwindigkeit sehr deutlich verbessert wurde - was im übrigen der Grund war, warum ich bei der aktuellsten Version zugegriffen habe. Die RX10M3 wirkt auf den ersten Blick zwar identisch, hat allerdings einen Sensor ohne Phasen-AF-Punkte und mit älterer Infrastruktur, der spürbar langsamer ist (nicht nur bei der Serienbildrate, sondern auch beim Autofokus). Nicht unbrauchbar, aber eben auch nicht auf dem Niveau moderner Systemkameras. Bei der RX10M4 ist das anders, der Autofokus ist extrem schnell und treffsicher, und das auch in der Nachführung bei bewegten Motiven. Darüber hinaus ist er auch recht einfach erlernbar, weil es wenige Ausreißer bei der Bedienung gibt, wenngleich man sich schon damit auseinandersetzen muss, um die besten Ergebnisse zu erzielen (wie immer halt). Beim nächsten Motiv ist mir das leider noch nicht ganz gelungen, trotzdem bin ich unter diesen Bedingungen zufrieden.

      Bootschwanzgrackel (weiblich)

      Bei uns sind Grackeln selbst rein vom Namen her kaum bekannt, in Florida gehören sie hingegen zu den weitverbreiteten und irgendwie allgegenwärtigen Vögeln. Egal ob im Park, am See und selbst am Strand, sobald menschliche Siedlungen nah waren konnte man sie beobachten. Dabei sind es durchaus große Tiere, ähnlich unseren hiesigen Dohlen, mit einem sehr markanten Schwanz, dem sie ihren Namen verdanken. Laut krächzend zeigen sie dabei wenig Scheu aber viel Interesse an uns, und ließen sich dementsprechend auch recht gut photographieren. Weil es so viele Aufnahmen sind, zeige ich gleich zwei Serien, und hier die (wie so häufig unscheinbareren) Damen zuerst.

      - Schönen Gruß, Sascha -

      Onzesi.de - Photographie ist mehr!
    • Vielen Dank Sascha für die Erläuterung. Ich selber hatte mich für die RX100 VA entschieden, weil es quasi die letzte 100er ihrer Art (1-5A) ist. Und dann noch mit dem Prozessor der 6er. Die 6er hat ja nun mehr Brennweite, aber dafür auch weniger Lichtstärke und ist momentan auch noch um einiges teurer. Sollte eigentlich nur ein Versuch sein und für Tagestouren oder Wanderungen (Sehr wenig Gewicht) sein. Heute hatte sie ihre Feuertaufe. Wanderung mit Sohnemann am Rheinsteig. Zum fotografieren bin ich aber nur wenig gekommen, wie das halt ist, wenn man mit einem 8jährigen unterwegs ist. Mal sehen, welche Mängel der große Monitor zu Hause aufdeckt :D

      Nun zu deinen Vögeln.
      Als unscheinbar würde ich sie nicht bezeichnen. Bei uns würden sie schon auffallen.
      Aber die Fotos sind keineswegs schlecht. Wenn ich dran denke, wie die Bilder meiner DSCH-1 aussahen :S , sind diese hier doch sehr nah an z.B.: einer E-M5 mit 14-150 etc. Was nicht als negativ zu werten ist, da ich genau diese Kombi immer noch sehr gerne nutze und ich meinen Sohn damit ans Fotografieren heranführe. Brauchen ja hier irgendwann mal Nachwuchs :D
      Gruß aus Aachen

      "Wenn jemand ein Problem mit mir hat, kann er es behalten. Ist ja schließlich seins."

    • Ich habe meinen "Versuch" ja mit der Canon G7 X gemacht, für die ich mich aus ähnlichen Gründen entschied, weil sie halt im Vergleich zur RX100-Serie (egal ob 1+2 oder 3-5) die beste Kombination aus Zoombereich und Lichtstärke bot, quasi das beste aus beiden Welten, allerdings ohne Sucher. Und Canon kannte und nutzte ich eh schon sehr lange, da war die Bedienung ziemlich intuitiv. Inzwischen ist sie meine letzte verbliebene Canon, und da sich die Bedienunterschiede gerade auch im Vergleich zur RX10 eher negativ als positiv bemerkbar machen (bspw. Drehrichtung Belichtungskorrektur) denke ich immer häufiger über einen Wechsel nach. Zumal meine Frau die G7 X auch gern nutzt und schon angekündigt hat, dass sie nichts dagegen hat, wenn ich sie ihr nicht mehr verstelle *hust*. Da ich den Zoombereich der RX100M6 nicht brauche (dafür habe ich ja die RX10), aber die Lichtstärke der RX100M5 haben möchte läuft es daher zwangsläufig auf die 5A hinaus, wenn ich sie denn mal zu einem guten Preis sehe.

      Zurück zur RX10, die Ergebnisse sind in meinen Augen nicht nur nah dran an der E-M5 mit einem Objektiv wie dem 14-150 oder 12-200, sondern übertreffen diese aufgrund der besseren Lichtstärke sogar. So können die gar nicht so großen sensorseitigen Nachteile (der ist eh schon nah dran an der E-M5) jedenfalls ausgeglichen werden, und noch mehr. Das Plus an Brennweite kommt dann noch dazu. Faszinierend ist für mich dabei, dass das Objektiv der Kamera qualitativ besser ist als die genannten Wechselobjektive von Olympus (die wiederum für Superzoom-Objektive nicht schlecht sind). Tatsächlich war und ist die Qualität des Objektivs die größte Überraschung, nur dadurch kam sie für mich überhaupt in Frage (denn da wollte ich keine Kompromisse eingehen).

      Bootschwanzgrackel (männlich)

      Das "unscheinbarer" des letzten Beitrags war durchaus nicht absolut gemeint, denn auch die weiblichen Bootschwanzgrackeln sind imposante Vögel. Vielmehr möchte ich es in Relation zu ihren männlichen Artgenossen verstanden wissen, die wie so häufig im Tierreich auffälliger daher kommen, zumindest wenn die Sonne scheint. Denn dann zeigt das sonst fast schwarz wirkende Gefieder eine metallisch schimmernde Blaufärbung mit Nuancen von Violett und Türkis. Bei Autos nennt man sowas "Effektlack", Vorbild war wieder mal die Natur.

      - Schönen Gruß, Sascha -

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    • Ja, und auch selbstbewusste, extrovertierte Tiere ;)

      Rotschulterstärling

      Manchmal werden sie auch Rotflügelstärlinge genannt, da die Art allerdings nur in der Neuen Welt vorkommt, gibt es keinen "offiziellen" deutschen Namen. Wie die Bootschwanzgrackeln sind auch die Rotschulterstärlinge laut frech und wenig scheu, obwohl sie zumindest in den ländlichen Gebieten als Schädling von den Landwirten gejagt werden (mit allen möglichen Mitteln, vor allem Gift). Die Männchen waren auf den ersten Blick unseren Amseln sehr ähnlich, allerdings etwas kleiner; bei genauerem Hinsehen kam dann die auffällige Schulterfärbung zum Vorschein, die natürlich direkt Heimatgefühle auslöste (was den Indianern vom Stamme der Seminolen/Mikasuki wohl ähnlich geht, es sind nämlich auch deren "Nationalfarben"). Die Weibchen wirkten aufgrund des ausgeprägten Sexualdimorphismus zunächst wie eine andere Art, zumal wir keine Pärchen sahen, da die Tiere erst in ihren Brutrevieren in den nördlichen Gegenden Nordamerikas zusammenfinden.
      - Schönen Gruß, Sascha -

      Onzesi.de - Photographie ist mehr!
    • Ging mir bei den meisten nicht anders, bevor ich sie photographierte ;)

      Schneckenweih

      Glück und Pech liegen bekanntlich häufig eng beieinander. Eine Schneckenweihpärchen in Mittelflorida zu sehen ist ungewöhnlich, das normale Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südflorida bis nach Südamerika, weiter nördlich sind die Tiere selten. Soweit das Glück. Beobachten konnte wir die Tiere gut, photographieren allerdings eher schlecht, und das obwohl sie uns teilweise sehr nah kamen. Es war am Abend schlicht zu spät und am Morgen zu früh, das Licht dementsprechend schwach und die Grenzen der Kamera zu eng. Das war das Pech. Ein paar Aufnahmen habe ich trotzdem gemacht und zeige sie hier auch, weil ich eben ehrlich auch diese Grenzen zeigen möchte.

      Dem Schneckenweih bei der Jagd zuzuschauen ist interessant, anderen Raubvogelarten nicht unähnlich, aber deutlich langsamer. Das wundert kaum, denn die Tiere ernähren sich vor allem von Schnecken (daher der Name), die auf den Blättern der Wasserpflanzen leben und in einer Mischung aus Rüttel- und Gaukelflug erspäht werden. Ist ein Ziel ausgemacht, so stoßen sie fast wie in Zeitlupe hinab und greifen sich die Beute.
      - Schönen Gruß, Sascha -

      Onzesi.de - Photographie ist mehr!
    • Helios schrieb:

      Es war am Abend schlicht zu spät und am Morgen zu früh, das Licht dementsprechend schwach und die Grenzen der Kamera zu eng. Das war das Pech. Ein paar Aufnahmen habe ich trotzdem gemacht und zeige sie hier auch
      Für die geschilderten Lichtverhältnisse sind die Bilder doch gar nicht schlecht ...

      Helios schrieb:

      das normale Verbreitungsgebiet erschreckt sich von Südflorida bis nach Südamerika
      ?( ?( ?(

      Es grüßt

      Jürgen
    • Staubuttjer schrieb:

      Helios schrieb:

      Es war am Abend schlicht zu spät und am Morgen zu früh, das Licht dementsprechend schwach und die Grenzen der Kamera zu eng. Das war das Pech. Ein paar Aufnahmen habe ich trotzdem gemacht und zeige sie hier auch
      Für die geschilderten Lichtverhältnisse sind die Bilder doch gar nicht schlecht ...
      DAS mein ich aber auch, solche Bilder bekommen viele nicht mal mit guten Lichtverhältnissen
      Graue Haare sind voll im Trend, wenn nun noch Übergewicht und Falten modern werden, wird das mein Jahr
      meine Homepage - Uschi - lieber von Rubens gemalt als vom Schicksal gezeichnet
    • Neu

      Danke Jürgen für deine Korrektur, natürlich erstreckt sich das Verbreitungsgebiet von Südflorida bis nach Südamerika, ich habe es korrigiert :)

      Und für die Lichtverhältnisse sind die Bilder nicht schlecht, für allem die AF-Leistungen sind tatsächlich richtig gut - aber meinen persönlichen Ansprüchen genügen sie absolut betrachtet nicht. Es sind dokumentarische Aufnahmen, mehr leider nicht. Andererseits, und das ist mir durchaus klar, bräuchte es für eine deutlich bessere technische Bildqualität auch deutlich besseres Equipment. Wie bereits erwähnt wird es da auch mit µFT eng. Jede Kamera hat ihre Grenzen, und diese zu kennen und zu benennen ist ehrlich und hilfreich. Nicht nur für bessere Bilder, sondern auch um manchmal einfach nur den Moment zu genießen. Das haben wir dort, den Tieren bei der "Jagd" zuschauend, getan.
      Was den Preis angeht, ich habe es schon mehrfach erwähnt. Sie kostet eben soviel wie sie kostet, und andere Kameras kosten soviel wie diese kosten. Von der technischen Bildqualität her sehe ich sie insgesamt über einer E-M5 Mark II mit 14-150, weil das Objektiv besser und lichtstärker ist und es mehr Möglichkeiten aufgrund des größeren Brennweitenbereichs bietet. Mit den "Taschensuperzoom"-Kameras kann man sie in der Hinsicht tatsächlich nicht vergleichen. Ob sie sich lohnt, darüber habe ich mir sehr lange sehr viele Gedanken gemacht, nachdem ich sie jetzt auf einigen Touren mitgenommen habe muss ich festhalten, dass sie in der Hinsicht meine Erwartungen bisher übertroffen hat. Dabei war ein wichtiger Punkt eben auch der Autofokus. Wenn man da nicht sehr gute Leistungen braucht oder wenn es auch ein kleinerer Brennweitenbereich sein darf, gibt es mit der RX10M3 oder der FZ1000/1000M2/2000 durchaus auch kostengünstigere Alternativen.

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      Schneesichler

      Die wasserreiche Landschaft Floridas ist ganz eindeutig das Land der Sichler und Reiher, und der Schneesichler ist dementsprechend weit verbreitet. Wir haben ihn im Laufe der Reise an den verschiedensten Orten gesehen, von den Sümpfen bis hin zum Strand, zu jeder Tageszeit. Im Lake Parker Park kam es jedoch zur ersten Begegnung, mit einem Exemplar, dass wenig Scheu zeigte und sich bereitwillig photographieren ließ. Die Chance ließ ich mir, wie an den anderen Orten auch, nicht entgehen.
      Die geselligen Vögel leben nicht nur in großen Kolonien, sondern auch zusammen mit anderen Arten. Leider sind sie aufgrund der Belastungen der Seen, Flüsse und Sümpfe inzwischen zu einem Symbol für die Umweltverschmutzung durch den Menschen geworden, da die Giftstoffe in ihrem Körper aufgrund ihrer Verbreitung leicht nachgewiesen und zugeordnet werden können. Auch die direkten Auswirkungen auf die Tiere, etwa durch verändertes Brutverhalten, sind besonders gut dokumentiert. Dieses allgegenwärtige Thema ist heutzutage leider eine übliche Schattenseite jeder Naturphotographie, was sie allerdings auch relevanter macht.

      - Schönen Gruß, Sascha -

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