Das leidige Thema - wie transportiere ich meine Ausrüstung

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    • Das leidige Thema - wie transportiere ich meine Ausrüstung

      Liebe Community,

      ich hatte mir vor einiger Zeit als Rucksack für Photo und Wandern den EVOC Photop zugelegt. Ein separates Fach für Jacken, Verpflegung, Geldbörse etc, herausnehmbare Einlage für das Equipment, Reissverschlussabteil vorne für Kleinigkeiten und an der Seite die Möglichkeit das Stativ anzubringen. Und in meinen Augen auch ein echt schönes Teil!

      Mit den Jahren hat sich aber herausgestellt, dass der Rucksack für mich nicht so praktisch ist.
      Das Daypack Fach ist zum "einrollen" mit diesen Klickverschlüssen, frag mich jetzt nicht wie man die wirklich nennt. Das heisst jedes Mal wenn ich an das Portemonnaie möchte oder an grösseres Zubehör muss ich beide Seiten öffnen, rumkramen, wieder schliessen denn sonst fällt noch was raus. Das ist mühsam.
      Das Stativ kann mit 2 Beinen durch 2 Gummilaschen und dann in die Seitliche Tasche gesteckt werden. Dabei sind die Laschen so eng, dass ich kaum über die Feststellschrauben der Stativbeine komme. Hat man das geschafft bleibt man an der Mittelsäule hängen. Jedenfalls nervt mich das so sehr, dass ich keinen Bock habe das Stativ abzunehmen - denn ich müsste es ja kurz danach wieder da rein friemeln. Hinzu kommt, dass das Stativ nur an der Seite befestigt werden kann. Jetzt schreien wahrscheinlich alle: Das ist doch super, nah am Körper. Es ist auch ok solange die komplette Kameraausrüstung in der Tasche ist. Nehme ich den Body mit einem Objektiv raus dauert es noch max 1 Stunde bis ich Nackenschmerzen habe vom ungleich verteiltem Gewicht.
      Seit einer Weile habe ich ja auch meine dicke Bertha, das 300er. Das passt zwar alleine in das Kamerafach, aber nicht wenn es auf der Kamera sitzt. Und auch das nervt mich langsam.

      Es wird also ein neuer Rucksack kommen, auch wenn der EVOC echt kein Schnäppchen war.

      Was habt ihr so an Rücksäcken im Einsatz? Was gefällt oder stört euch?

      Ich liebäugele aktuell mit dem ProTactic BP 350 AW II von Lowepro oder dem grösseren Bruder. Optisch halt nicht der Oberknaller..... Und eigentlich kaum Stauraum für andere Dinge neben Fotoequipment... Aber macht einen praktischen Eindruck.

      Freu mich auf eure Erfahrungen.
    • Steffi schrieb:

      ...das 300er. Das passt zwar alleine in das Kamerafach, aber nicht wenn es auf der Kamera sitzt. Und auch das nervt mich langsam.
      Das Problem kenne ich gut. Ich würde gerne 2 Kameras mit jeweils montierten 12-100 und 300er F4 in einem normalen Foto-Wanderrucksack unterbringen. Hab bisher auch noch nix passendes gefunden, entweder zu klein oder dann doch viel zu groß und schwer! :(
      Vielleicht muss man wirklich mal mit dem Zeug das man unterbringen will in ein "Fotorucksackfachgeschäft" und einfach mal probieren.
      Meine Angst ist dann aber, dass man sich von einem geschickten Verkäufer dann doch irgendwas aufschwatzen lässt, was wieder nur ein Kompromiss ist.

      Hilft dir jetzt alles auch nicht weiter, aber vielleicht tröstet es dich, dass du mit deinem Problem nicht allein bist. ;)
      Gruß aus Hamburg vom schokopanscher

      Meine Homepage - Möge das Licht mit Dir sein! 8)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von schokopanscher ()

    • Die Hersteller von Photorucksäcken gehen nicht wandern, und jene von Wanderrucksäcken nicht photographieren. Das galt vor zehn Jahren auf jeden Fall, inzwischen ist die Situation besser geworden, aber oft genug wird man noch immer daran erinnert. ;)

      Über Jahre war meine bevorzugte Wahl für richtig langen Touren daher ein Wanderrucksack (Deuter ACT Trail 36 EL, glaube ich) mit F-stop ICU Photoeinsatz, passte erstaunlich gut und ich hatte genug Platz für beides Photographie und "Zeug". Allerdings habe ich die Ausrüstung auch jeweils soweit wie möglich verschlankt (der µFT-Vorteil!), bis hin zum kleinen und leichten Reisestativ. Vom Tragekomfort her war es sehr gut, der Zugriff aber nervig, bloß gab es keine in meinen Augen (und für meine Schultern) vernünftigen Alternativen. Parallel habe ich für kürzere Touren das Modular-System von Thinktankphoto mit verschiedenen Taschen (bspw. Holster) angeschafft. Für den Laufsteg ist das zwar nichts, aber mir ist eh wichtiger, dass meine Bilder gut aussehen. Flexibilität und Tragekomfort ist extrem hoch, solange sich die Ausrüstung in Grenzen hält (was natürlich relativ ist, zwei Kameras und die PRO-Zooms plus "Kleinkram" gingen immer).

      Inzwischen gibt es von verschiedenen Herstellern bessere Rucksackangebote, die auch nach ein paar Stunden noch Tragekomfort bieten. Ich habe mich nach langem Herumprobieren und der Erkenntnis, dass ich vor die Wahl gestellt lieber auf Geld statt Gesundheit verzichten möchte, für die zwar teuren aber auch guten Rucksäcke von Mindshiftgear entschieden. Das ist quasi die Outdoortochter von Thinktankphoto, die haben ziemlich gut durchdachte Lösungen. Meine Wahl fiel auf den FirstLight 30L, da geht einiges an Ausrüstung rein, das Stativ lässt sich gut transportieren, für "Zeug" ist auch Platz (für Wechselkleidung eher nicht, falls das wichtig ist) und der Tragekomfort ist wegen der Anpassungsmöglichkeit (ich bin halt etwas größer) schon sehr hoch. Handgepäckttauglich ist er im Normalfall auch. Ich habe den jetzt schon einige Zeit und etliche Touren gemacht und bin immer noch zufrieden, lediglich der Zugriff von vorn (wie bei fast allen Photorucksäcken) stört mich etwas, im Zweifel landet dann die Rückenseite auch mal im Dreck. Aber das ist verschmerzbar, einsetzen werde ich den Rucksack definitiv noch etliche Jahre. Trotzdem werde ich mir demnächst auch nochmal die Backlight-Serie anschauen, weil ich noch eine kleinere Ergänzung suche und sich dort das Hauptfach zum Rücken hin öffnet. Bei kleineren Touren oder schlechtem Wetter (oder Flugreisen mit kleineren Maschinen) ist das für mich sinnvoll, wenn halt nur der Preis nicht wäre.

      PS: Die Rotation-Serie ist bei denen übrigens auch sehr interessant, so ist die Marke überhaupt entstanden, und ein Blick lohnt sich auf jeden Fall. Wobei das Kameraabteil da vermutlich zu klein sein dürfte, dafür hast du halt ein richtig großes Fach für alles andere.
      - Schönen Gruß, Sascha -

      Onzesi.de - Photographie ist mehr!
    • Wenn du "Wandern" und "Phototouren" als zwei getrennte Dinge betrachtest bzw. betrachten kannst, dann unterscheidet sich deine Art des Hobbys ziemlich grundlegend von meiner. Meine Leidenschaft für die Naturphotographie entstand aus der Liebe zur Natur und der Bewegung in der Natur, das ist alles untrennbar miteinander verbunden. Wandern gehen ohne zu photographieren ist daher für mich nicht vorstellbar (was im Umkehrschluss allerdings auch bedeutet, dass "Wandern" bei uns etwas anders aussieht als bei den üblichen "Wanderern"). Allerdings kommt aus Mobilitätsgründen natürlich nicht meine ganze Photoausrüstung mit, dafür würde auch ein Rucksack nicht reichen, sondern eine auf das von mir gewünschte Mindestmaß reduzierte "kleine Wanderausrüstung". Auf den meisten Touren ist genau das für mich µFT mit den PRO-Zooms, einer der wichtigsten Gründe, warum ich das System nutze. ;)

      Für gezielte Phototouren mit "kürzeren Wegen" kommt die große Ausrüstung mit, gegebenenfalls bis hin zum Großformat.

      Ich weiß natürlich nicht wie es bei Steffi aussieht und spreche nur für mich, auch wenn ich einige Photokollegen kenne, die eine ähnliche Einstellung zur Naturphotographie haben. Und es ist nur die private Betrachtung, bei Aufträgen gelten eh andere Regeln, unter Umständen muss da tatsächlich mehr Ausrüstung mit, als ich persönlich normalerweise mitnehmen würde.
      - Schönen Gruß, Sascha -

      Onzesi.de - Photographie ist mehr!
    • so sieht es aus. ich spreche auch nur für mich. wenn wir unsere 15-20km laufen kann ich nicht bei jeder Blume stehen bleiben. Sebst wenn ich "nur" zum Fotografieren unterwegs bin überlege ich was nehme ich mit. Das Tele für Tiere oder für die Stadt das 2.8er Zoom. Bin ich halt, weil auch zu faul bin die Objektive zu wechseln.
      gruß Peter
    • Ich musste heute nach Berlin und habe die Gelegenheit genutzt, mir bei Saturn Fotorucksäcke anzuschauen. Ich will keinen kaufen, sondern dieser Thread hat mich dazu angeregt.
      Lowepro 350 AW, also wohl der Vorgänger des von Steffi präferierten Modells, hat mir gut gefallen.
      Oben befindet sich ein abgetrenntes Fach, das man sehr gut als Daypack nutzen kann, allerdings ist es nach unten nicht völlig dicht, da müsste man eine kleine Auskleidung basteln, aber darin ist dann genug Platz für was Essbares, eine kleine Flasche Getränk und Kleinkram.
      Das Gewebe und die Reissverschlüsse sind wasserdicht. Ein sehr schöner, aber auch teurer Rucksack, in dem auch die Cam mit angeflanschtem 300er ihren Platz findet.
      Allerdings ist er nicht vom Rücken her zu öffnen.
      Ich finde ihn gut, wenn auch viel zu haltbar für eine Hundertjährige, der würde mich überleben. Aber das nur nebenbei - will damit sagen, dass er mir zu teuer ist. :D
      An allen anderen Modellen hätte ich was auszusetzen.
      Gruß - maxie


      Ein Freund ist jemand, vor dem man laut denken kann.
    • Ich habe einen Rucksack von Tamrack.

      Da passt eine Olympus/Panasonik mit einem moderaten Objektiv rein, zwei weitere Objektive auch (kleine mft auch mehr), große Teleobjektive eher nicht. Ich nehme immer das 150mm Macro mit, das passt, man muss es aber immer abnehmen, wenn man alles einpacken möchte. Ein Stativ kann man außen befestigen, ein Regenschutz ist auch dabei. Den kleinen Makroschlitten, den ich gerade erworben habe, bekäme ich wohl auch noch rein. Über den Tragekomfort kann ich nicht klagen, aber wie Ihr auch schon sagtet, es ist doch zu wenig Platz für anderen Kram.

      Grüße
      Martin
    • Danke schon mal für eure Erfahrungen. Ich werde mir die von Sascha genannten Modelle sicher anschauen.

      Bei mir ist es auch recht unterschiedlich was ich brauche. Wenn ich an den See fahre, um gezielt Vögel oder den Sonnenuntergang zu fotografieren nehme ich auch nur das mit was ich benötigen werde. In der Stadt habe ich i.d.R. das 300mm nicht dabei, im Tierpark meist das 12-40er nicht in Gebrauch. Aber auch bei diesen "Touren" benötige ich ja mindestens Platz für ggf. ne Jacke, was zu trinken, Geldbörse, Handy.

      Und wenn wir in die Berge fahren, dann kommt das 300er mit, wenn es auch nur die geringste Chance auf Wildtiere (Steinböcke, Murmeltiere etc.) gibt. Und das möchte ich dann schussbereit auf meinem Body haben. Und gerade wenn ich alleine Unterwegs bin, muss ich ja erst mal zu meinem Fotospot hinkommen und habe niemanden dabei der für mich Essen, Trinken, Kleidung etc. einpacken kann. Da ist ein guter Rucksack sicher kein Luxus.
    • Ich liebe meinen Lowe Pro "Hatchback". Die gibt es in 2 verschiedenen Größen/Varianten (ich hab den kleineren, wenn der nix mehr ist, gibts die größere Variante) und trägt sich einfach super, ich mag weder die Klappenrucksäcke noch die kastigen. Kamerafächer sind individuell einstellbar, habe es so konfiguriert, dass ich Kamera mit 40-150 unterbringe, dann ist noch Platz für 2 mittelgroße Objektive, ein Tele (pana 100-400) in Beutel oben im Daypack, Fach für Laptop oder Tablet ist auch vorhanden.
      Graue Haare sind voll im Trend, wenn nun noch Übergewicht und Falten modern werden, wird das mein Jahr
      meine Homepage - Uschi - lieber von Rubens gemalt als vom Schicksal gezeichnet
    • MaxxEnergy schrieb:

      eben so sieht das aus eine Regenjacke und einen warmen Pulli. Etwas Essen und Getränke, Wanderstöcke Erstehilfe Pack, Fernglas. Wo soll die Kamera hin?
      Genau das Problem will ich ja lösen ;)

      Also die Backlight Serie von Mindshift Gear gefällt mir echt gut. Stellt sich nur die Frage ob 26L oder 36L. Vermutlich reichen 26. Ich bin noch auf der Suche nach Läden in der Schweiz, wo ich den Rucksack mal live anschauen könnte. Ist aber nicht so einfach!
      Aber vllt bestelle ich ihn einfach in Deutschland, wenn ich mal wieder zu Besuch bin. Da kann ich dann wenigstens bei Nichtgefallen vom Widerrufsrecht gebrauch machen.
    • @Peter: Die Ausrüstung verkleinern oder kritisch hinterfragen kann sicherlich eine Lösung sein, habe ich ja auch gemacht (deswegen nutze ich überhaupt µFT, und deshalb habe ich mir auch die RX10 angeschafft). Die Möglichkeit ist jetzt deutlich geworden, aber darum soll es hier im Thema nicht gehen, denn manchmal ist das eben keine Option, weil es nicht geht oder nicht gewollt ist. Insofern

      @Steffi: Anschauen ist bei Photorucksäcken wirklich ein Problem, selbst gute Läden führen häufig nur eine kleine Auswahl, und Mindshiftgear (genauso wie Thinktankphoto) ist selten dabei. Photomessen sind da besser geeignet (generell für Zubehör zu empfehlen).
      Was die Größe angeht, ich habe ja den FirstLight 30L, und der ist für eine µFT-Ausrüstung schon riesig. Da der Unterschied in den Abmessungen nicht so groß ist, gehe ich davon aus, dass der 26L locker reichen wird - selbst wenn deine Ausrüstung noch etwas wächst. Wenn du willst, kann ich den gern mal vollpacken und ein Bild machen (habe zwar das 300er nicht, aber das kann ich ja "simulieren"). ;)
      - Schönen Gruß, Sascha -

      Onzesi.de - Photographie ist mehr!
    • Da die meisten Rucksäcke ein Laptop-Fach besitzen, bin ich dazu übergegangen, meine Regenjacke so zu falten (ca.DIN-A4), dass ich sie in das Laptop-Fach schieben kann. Da ich auf Tagestouren nie ein Laptop dabei habe, ist der vorhandene Platz so optimal genutzt. Und schon ist mehr Platz für Leckereien ;)
      Gruß aus Aachen

      "Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
      der Normale aus seinen Erfahrungen und
      der Dumme weiß alles besser".(Sokrates)

    • So ich habe es getan. Der Mindshiftgear Backpack 26 L wurde gestern bestellt und ist schon heute bei meinen Eltern in Deutschland eingetroffen. Donnerstag fahre ich in den Ruhrpott, erst zu meinen Eltern, dann zu den Deutschen Minigolf Meisterschaften in Witten-Herbede. So konnte ich den Rucksack günstiger als in der Schweiz und ohne Portokosten erstehen und habe ihn praktisch ohne grosse Verzögerungen bei mir.

      Im Juli steht dann auch schon eine Wanderung mit meinen Arbeitskollegen auf dem Plan, da wird dann getestet wie gut er sich tragen lässt. Bin sehr gespannt!

    Unser Olympus Fachhändler

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