Helios präsentiert: eine kurze Reise durch die faszinierende Tierwelt des roten Kontinents

    • Helios präsentiert: eine kurze Reise durch die faszinierende Tierwelt des roten Kontinents

      Hallo zusammen,

      ich zeige selten und wenn dann nur wenige Bilder, habe mir aber bekanntlich vorgenommen, jedes Jahr eine Serie hier exklusiv für das Forum zu präsentieren. Es fing an mit "Mein Traum vom Fliegen" als typische laufende Serie, dem "Herz der Finsternis" als konzeptionelle Arbeit, dann kam "12 Bilder" als Querschnitt durch die Reisephotographie, und im letzten Jahr schließlich - nichts. Nicht nur, dass es ein privat sehr turbulentes 2017 war, auch das Forum hat mich im besonderen Maße eingespannt. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und so alt ist das neue Jahr ja auch noch nicht.

      Diesmal möchte ich einen Einblick in meine dokumentarische Photographie geben. Zum einen, weil das hier im Forum ja durchaus ein beliebtes Thema ist und ich mich da immer besonders zurück halte, zum anderen, weil wir letztes Jahr einen für uns untypischen Urlaub mit der Familie gemacht haben, in dem naturgemäß wenig Zeit für projekt- oder konzeptorientierte Photographie blieb und ich mich daher einem Thema widmen musste, dass besser in die Tagesplanung passte. Deswegen präsentiere ich ab sofort: eine kurze Reise durch die faszinierende Tierwelt des roten Kontinents.

      Heute: Weißstirn-Schwatzvogel (Noisy Miner)

      Wenn man an die australische Tierwelt denkt, dann sind Kängurus, Koalas oder Dingos vermutlich die erste Assoziation. Im Zentrum von Sydney, dem ersten Ziel unserer Reise, findet man diese eher selten bis gar nicht. Dafür aber einen Vogel wie den Weißstirn-Schwatzvogel aus der Familie der Honigfresser, der uns als erstes Wildtier begegnete. Sein graubraunes Gefieder lässt ihn mit dem Hinweisschild, dass er sich als Aussichtspunkt ausgewählt hat um sein Revier zu überwachen, fast verschmelzen. Auch uns wäre er fast nicht aufgefallen, und zierte sich auch etwas, als ich ihn portraitieren wollte. Deutlich aktiver war da sein Artgenosse, der uns am Ende unserer Reise nicht nur gut beobachte, sondern auch fleißig kommunizierte. Denn während der erste Teil seines Namens eher weniger ins Auge fällt, bestätigte das amselgroße Tier den zweiten Teil lautstark. Er ist ein krachmachender Nachbar der Menschen, und dementsprechend eher als Störenfried bekannt.





      - Schönen Gruß, Sascha -

      Onzesi.de - Photographie ist mehr!
    • Ah, der Sascha in Down Under.
      Freu mich schon auf die kommenden Bilder, die den hier gezeigten bestimmt in nichts nachstehen werden, wobei mir das 3. am besten gefällt.
      Eigentlich ein hübscher Vogel, dem man den "Krachmacher" gar nicht ansieht.
      Gruß aus Aachen

      "Wenn jemand ein Problem mit mir hat, kann er es behalten. Ist ja schließlich seins."

    • Es freut mich, dass ich Interesse wecken konnte. Die Qualität der Bilder ist natürlich schwankend, was den jeweiligen Umständen geschuldet ist, und manche Aufnahmen sind dann auch tatsächlich kaum noch als dokumentarisch zu bezeichnen, sondern eher als wissenschaftlich. Zur Identifizierung der Art reichen sie, ästhetische Ansprüche können sie aber nicht erfüllen. Ein gutes Beispiel dafür sind etwa die Aufnahmen der Fuchskusus, hauskatzengroße Beuteltiere, die sich Nachts in der Stadt herumtreiben und entsprechend schwer zu photographieren sind. Auf der anderen Seite war ich aber auch überrascht, welche Qualität unter solchen Umständen dann doch auch in der breite möglich ist, das richtige Equipment vorausgesetzt. Und eine verständnisvolle Familie, die auch mal etwas länger wartet oder allein zu Abend isst. ;)

      Heute: Molukkenibis (Australian White Ibis)

      Dem deutschen Namen nach gehört er eher in die Äquatorialregion, der englische Name hingegen verrät auch die weite Verbreitung auf dem australischen Kontinent, die bis hinunter nach Tasmanien reicht. Auch in der wasserreichen Hafenstadt Sydney, die von vielen Grünflächen durchzogen ist, kann man ihn leicht beobachten. Ihn passend zu photographieren ist trotzdem nicht einfach; entweder passt der Hintergrund nicht, was leider auch im ersten Bild stört, oder er selbst hält lieber Abstand. Mit Vorsicht und Geduld bin ich doch zu meinen Aufnahmen gekommen, konnte manch einen sogar gut portraitieren, und zum Abschluss auch noch ein schönes Stimmungsbild einfangen. Dies allerdings nicht in Sydney, sondern weiter nördlich. Dazu dann später mehr...







      - Schönen Gruß, Sascha -

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    • Neu

      Danke, in der Stadt halten sie deutlichen Abstand, aber auf dem Land, mit genug Zeit und etwas Ruhe kann man tatsächlich nah genug heran kommen, um auch mit einem relativ kurzen Tele noch ein schönes Portrait zu erstellen. Den Hintergrund beim ersten Bild empfinde ich aber wirklich als furchtbar, und es macht deutlich, welche Einschränkungen es gibt wenn man nicht nur für ein Ziel unterwegs ist. Aussuchen kann man ihn tatsächlich nicht immer, aber mit mehr Zeit und Beobachtung der Tiere hätte ich eine bessere Stelle für die Aufnahme finden können. Das ist üblicherweise mein Anspruch, der sich im dokumentarischen Bereich leider viel zu häufig nicht umsetzen lässt, schon gar nicht auf einer solchen Reise, der aber für den dokumentarischen Zweck auch nicht unbedingt notwendig ist. Trotzdem bin ich da kritisch mit mir selbst

      Heute: Hirtenmaina (Common Myna)

      Auf dem ersten Blick könnte man die Hirtenmaina für einen nahen Verwandten des zuvor gezeigten und ähnlich großen Weißstirn-Schwatzvogels halten, tatsächlich aber gehört sie zu der Familie der Stare. Und während jener nur ein Störenfried ist, gilt die Hirtenmaina als eine der größten Bedrohungen der Biodiversität weltweit, woran wie so häufig der Mensch die Hauptschuld trägt. Denn ursprünglich stammt die Art vom indischen Subkontinent, wurde allerdings aufgrund ihres großen Insektenhungers in alle Welt "exportiert" und kam besonders bei der Erschließung neuer Gebiete zum Einsatz. So fand sie ihren Weg auch nach Australien, wo sie als "fliegende Ratte" gilt und vor einigen Jahren sogar zum größten tierischen Problem überhaupt gewählt wurde, da sie ihrem englischen Namen alle Ehre macht: sie ist gerade im Osten (aber nicht nur da) fast überall anzutreffen, vor allem als Kulturfolger im städtischen Raum. Erstaunlicherweise ist sie uns nur zwei Orten über den Weg gelaufen, so dass wir den teilweise wirklich üblen Berichten glauben müssen, ohne sie überprüfen zu können. Zumindest die städtische Verbreitung wird in den Bildern allerdings deutlich, diesmal ist der Hintergrund sogar noch hässlicher. Dafür konnte ich ein interessantes Detail bei den ansonsten eher unauffälligen Vögeln festhalten: den ausgeprägten gepunkteten Ring im Auge. Tatsächlich unterscheidet er sich in Muster und Farbe je nach Verbreitungsgebiet.



      - Schönen Gruß, Sascha -

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