Sonne+Mond+Sterne

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    • Letzte Nacht war am Himmel mächtig was los. Der Perseidenregen lockte auch mich hinaus. Anders als ich es mir vorgestellt habe, aber letztendlich doch zufrieden mit den Mitbringseln.
      In der Hoffnung auf tolle Aussicht bin ich zuerst auf den Hohenpeißenberg gefahren, die Rundumsicht schien mir am besten für das Vorhaben geeignet. Ich fiel aus allen Wolken, als ich oben ankam, herrschte auf dem gesamten Berg volksfestartige Stimmung, alle! Parkplätze auch die kleinste Lücke war besetzt, die Leute lagen und saßen in Massen umher, bewaffnet mit Stirn- und Taschenlampen und Picknickkörben. Das habe ich da oben noch nie erlebt, und bin einiges gewohnt. Die Kirche und Observatorium mit gleißenden Scheinwerfern angestrahlt. Ein paar wenige tapfere Fotografen dazwischen, glücklich wurden die da nicht. Direkt durchgestartet und einen dunklen Ort aufgesucht. Wenn man weiß wo - tolle Sache. ABER, in der Zeit bis ich dort war (ca 20 Min) zogen leichte Wolken auf und als ich die Kamera in Anschlag hatte, gabs erstmal eine zeitlang Wetterleuchten und Gewitter direkt in Sucherrichtung. Habe paarmal drauf gehalten und bin zuhause erschrocken, wie krachig das Wetterleuchten durch das kurze Aufzucken doch ist. Tapfer habe ich einige Zeit ausgehalten und abgewartet. Danach hats dann tatsächlich noch mit Sternen geklappt, die Perseiden könnten sicher besser sein, aber immerhin - ich hab welche erwischt, wesentlich mehr aber gesehen und genossen.

      Das erste Foto ist ein "Treffer" vom Wetterleuchten, das zweite dann mit Sternen und evtl Schnuppen. Nächstes Jahr wird weiter geübt ;)
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    • Auf dem Heimweg (eigentlich schon am Nachmittag) hatte ich schon die Idee, wo ich noch vorbei schauen wollte. Ein kleines Kirchlein in toller Lage. Bei der Mondfinsternis übrigens von vieeeeelen Fotografen heimgesucht aber nicht viel rausgekommen, da der Mond sehr schlecht sichtbar war :P . Gestern war ich ganz allein auf weiter Flur im Stockdunklen. Aber so dunkel wie man meint, ist es dann doch nicht ;)
      Richtig Freude macht da das Fisheye, einmal durch die Lichtstärke von 1.8 und dass es automatisch beim Starten in Unendlichstellung fährt, während ich bei meinen anderen Objektiven bei solcher Dunkelheit immer kämpfe, wie ich sie auf undendlich scharf bekomme. Hatte von Liebchen das 7-14 mit, habs aber schnell aufgegeben, die Ergebnisse haben mir nicht gefallen, was aber wohl weniger am Objektiv lag als an meiner Unfähigkeit.

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    • Tom und ich wollten eigentlich am Lautersee übernachten und sowohl Perseiden als auch die Milchstraße über dem Karwendel gespiegelt im See fotografieren, leider hatten schon ein paar andere Fotografen und normale Touristen die selbe Idee - das Hotel war ausgebucht und auf eine Wanderung und eine Nacht im Freien hatten wir dann doch keine Lust.
      Alternativplan 1 wäre die Brücke am Sylvenstein Stausee gewesen. Vom Nordende aus die Milchstraße und vom Südende aus die Perseiden oder ggf. weiter Richtung Vorderriss und dann vom Westufer aus fotografieren.
      Dann hat die Wolkenvorhersage 100% Bewölkung und Gewitter innerhalb der Berge vorher gesagt daher üerlegten wir, die Uschi heimzusuchen und mit ihr zusammen Ihre Gegend unsicher zu machen. Wir hatten schon einen Treffpunkt ausgemacht (das Kircherl) aber dann zegte ein letzter Check der Wolkenvorhersage, dass Wolken und Gewitter sich auch im Pfaffenwinkel breit machen würden, der Bereich zwischen München und Tuzing und östlich davon jedoch fast die ganze Zeit wolkenfrei bleiben sollte. Deshalb haben wir Uschi wieder abgesagt (nochmal Sorry für das Hin und Her) und sind nach Possenhofen gefahren, haben uns unterhalb vom Sissi Schloss eine unbesetzte Bucht am See gesucht und die Stative aufgebaut.

      Leider waren die sichtbaren Schnuppen nicht sehr hell und bei der längsten und besten hatten wir grade keine der Kameras laufen. Dafür gab es einen Iridium Flare und tolles Wetterleuchten am anderen Seeufer, die Mückenzahl hielt sicch in Grenzen und die feiernden Kiddies in der Nachbarbucht konnten wir zwar hören aber nicht sehen. So gesehen war es unverhofft schön, wenn auch ganz anders als geplant.

      Anbei die Ausbeute

      Milchstraße trotz Lichtverschmutzung und Ende der blauen Stunde
      20180812-M2122414-1.jpg



      Startrails mit einer kleinen grünen Schnuppe und einem Iridium Flare
      20180812-PF120395-1.jpg



      Im Norden leuchtet der Großraum München und im Süden das Gewitter. Das sind ca. 100 Sekunden mit dem Fisheye (4x25 Sekunden Live Compositee). Man sieht sehr schön, dass die Sterne in der Nähe des Himmelsäquators deutlich strichförmig sind als die Richtung Polaris, da muss man also aufpassen. Was man auch gut sieht ist der Smog über München, da hängt eine graugrüne Dunstglocke im Licht.
      Das Bild ist etwas wärmer getont.

      20180812-M2122413-2.jpg



      Viel los am Himmel, einschließlich Blitze
      20180812-M2122408-1.jpg
      :) Sabine
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      Bavarian by nature ^^

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von acahaya ()

    • Walter schrieb:

      Wie fokussiert ihr eigentlich auf unendlich, damit so tolle Bilder dabei herauskommen?!?
      Mit dem Fisheye nutze ich die Funktion "Objektiv zurücksetzen". Die gab es ja schon bei FT und sie sezt beim Ausschalten der Kamera das Objektiv auf unendlich. Stellt man den Fokus auf MF dann passt das prima für diee Sterne.
      Leider funktioniert die Funktion für die meisten mFT Objekttive nicht mehr, beim 8/1.8 Fish passt es aber ganz gut.

      Beim 12/2 stelle ich über die Skala auf Unendlich und dann suche ich mir einen hellen Stern und korrigiee mit Fokuslupe.

      Alternativ schalte ich bei egal welchem Objektiv den LV Boost und zusätzlich die automatische Display Helligkeitsanpassung ein, nachdem ich die korrektte Belichtung ermittelt habe. Dann suche ich mit eine Stelle, an der der AF mit Glück noch greift und nutze S-AF mit passend großem Fokusfeld. So habe ich z.B. bei den Gewitterbildern fokussiert, da haat die Wolke dauernd geflackert und der AF hat ganz gut gegriffen.

      E-M1 II Besitzer könnten auch die Pre MF Einstellung nutzen, die steht bei mir auf 999,99m. Leider muss die Funktion immer erst umständlich durch einen Menütieftauchgang akttiviert werden. Wenn man das auf unendlich einstellen und auf einen Fn Knopf legen könnte, wäre es genial und sehr hilfreich - ein korrekt kalibriertes Objektiv vorausgesetzt.
      :) Sabine
      ------------------------
      Bavarian by nature ^^
    • Die Bilder vom Gewitter/Wetterleuchten von Uschi und Sabine gefallen mir sehr gut, interessant und vielschichtig, auch spektakulär. Die Fish-Eye-Aufnahmen sind nicht meins, bin ja eh kein großer Freund des Effekts, und wenn dann braucht's für meinen Geschmack fast perfekte Symmetrie. Die ist allerdings gerade im Dunkeln auch nicht leicht herzustellen, selbst im Lichte ist das schon nicht einfach.

      acahaya schrieb:


      Mit dem Fisheye nutze ich die Funktion "Objektiv zurücksetzen". Die gab es ja schon bei FT und sie sezt beim Ausschalten der Kamera das Objektiv auf unendlich. Stellt man den Fokus auf MF dann passt das prima für diee Sterne.Leider funktioniert die Funktion für die meisten mFT Objekttive nicht mehr, beim 8/1.8 Fish passt es aber ganz gut.

      Das hatte ich übrigens auf deinen Hinweis hin auch noch mal versucht (ansonsten ist es ja, wie du sagst, für den Zweck nicht zu gebrauchen), funktioniert hat es aber nicht, egal an welcher Kamera.

      Meine bewährte und inzwischen routinierte Methode ist daher der helle Stern und die Fokuslupe mit maximale Vergrößerung. Bei den meisten Objektiven kann man ja dank leichter Aberrationen recht einfach den Fokuspunkt finden, und was die Genauigkeit angeht ist die Variante eh nicht zu schlagen.
      - Schönen Gruß, Sascha -

      Onzesi.de - Photographie ist mehr!
    • Das mit dem Fokussieren ist so eine Sache, ich kämpfe bei Nachtaufnahmen immer wieder damit. Ich DACHTE zumindest, bei mir hats beim Fishli geklappt :kk: , ansonsten nutze ich auch die Fokuslupe und den LV Boost. Sascha du hast recht mit dem Fisheye Eindruck, die Symetrie habe ich bewusst geopfert für den Look "die Weite des 'Himmels". Demnächst probiere ich mich nochmal mit dem 7-14, kam aber in der Nacht nicht klar mit scharfstellen, warum auch immer, ist ja auch schon geglückt.
      Darf ich euch aus Aktualität auf dieses Posting hinweisen Sternenhimmel im TV
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    • Engerl schrieb:

      Sascha du hast recht mit dem Fisheye Eindruck, die Symetrie habe ich bewusst geopfert für den Look "die Weite des 'Himmels".
      Ich meinte nicht die vertikale Symmetrie, mir ging es eher darum, dass ich, wenn ich den Horizont schon nicht in der Bildmitte unterbringen kann, wenigstens eine nahezu perfekte Symmetrie in der Horizontalen anstrebe. Nicht nur geometrisch, das ist schon schwer gerade im Dunkeln, sondern vor allem auch visuell. Deswegen gefallen mir außermittige Fish-Eye-Aufnahmen fast nie, auch die eigenen nicht ;)
      - Schönen Gruß, Sascha -

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    • Helios schrieb:

      Die Bilder vom Gewitter/Wetterleuchten von Uschi und Sabine gefallen mir sehr gut, interessant und vielschichtig, auch spektakulär. Die Fish-Eye-Aufnahmen sind nicht meins, bin ja eh kein großer Freund des Effekts, und wenn dann braucht's für meinen Geschmack fast perfekte Symmetrie. Die ist allerdings gerade im Dunkeln auch nicht leicht herzustellen, selbst im Lichte ist das schon nicht einfach.

      acahaya schrieb:

      Mit dem Fisheye nutze ich die Funktion "Objektiv zurücksetzen". Die gab es ja schon bei FT und sie sezt beim Ausschalten der Kamera das Objektiv auf unendlich. Stellt man den Fokus auf MF dann passt das prima für diee Sterne.Leider funktioniert die Funktion für die meisten mFT Objekttive nicht mehr, beim 8/1.8 Fish passt es aber ganz gut.
      Das hatte ich übrigens auf deinen Hinweis hin auch noch mal versucht (ansonsten ist es ja, wie du sagst, für den Zweck nicht zu gebrauchen), funktioniert hat es aber nicht, egal an welcher Kamera.

      Meine bewährte und inzwischen routinierte Methode ist daher der helle Stern und die Fokuslupe mit maximale Vergrößerung. Bei den meisten Objektiven kann man ja dank leichter Aberrationen recht einfach den Fokuspunkt finden, und was die Genauigkeit angeht ist die Variante eh nicht zu schlagen.

      Das ist interessant. Bei mir funktioniert „Rücksetzen auf unendlich beim Ausschalten“ mit dem Fisheye prima und zwar sowohl an der E-M1 I als auch an der II, an der Pen F und an der E-M5 I. Wenn ich vor dem Ausschalten die Kamera auf ganz nah fokussiere, kann ich danach hören, wie sich der Fokus verstellt.
      Mag aber sein, dass ich da bei meinem Fish einfach nur Glück habe.
      Bei den meisten anderen mFt Objektiven und den SWD FTs funktioniert es wie gesagt bei mir auch NICHT.
      :) Sabine
      ------------------------
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    • Hm.

      Auf jeden Fall Danke schön für die Infos :pas:

      Bedeutet, ich muss bei meiner E-M10, bevor ich das Naturstativ benutze, ein wenig mit dem AF oder mit der Lupe fokussieren, dann MF einschalten und hoffen, dass sich der Fokus nicht verstellt ...

      Hm. ODER ich sollte grundsätzlich das 7-14 mit dabei haben, denn man weiß nie, wann man sowas wieder brauchen kann ...


      Hm.
      Great equipment can take lousy pictures, and poor equipment can manage wonderful images. The difference? You. Thom Hogan
    • Ein Zaunpfahl, ein Dieselfass, mein Autodach, ein Langholzwagen, ein Findling. Elemente aus der Natur eben, was so um die Hütte rumstand. Leider musste ich die Cam auf das Display legen, also war es nix mit Fokus prüfen.
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    • Ach so, dachte schon, du hast dir aus Bambus oder ähnlichem was eigenes gebastelt. ;)
      Hab übrigens das Gerücht gehört, dass Nicht-Natur-Stative auch käuflich zu erwerben sind und besonders in der Astrofotografie nützlich sein sollen! :rolleyes:
      Gruß aus Hamburg vom schokopanscher

      Meine Homepage - Möge das Licht mit Dir sein! 8)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von schokopanscher ()

    • Klar, habe ich auch schon gemacht :D Nur was nutzt das schönste Stativ, wenn's zuhause liegt? Ebent, nüscht. Dann muss man eben improvisieren ... ;)

      Das hier ist noch eins der besten Bilder, die dabei herauskamen - es muss mir zufällig gelungen sein, den Unendlich-Punkt zu treffen.
      Dateien
      • P8130669.jpg

        (507,71 kB, 23 mal heruntergeladen, zuletzt: )
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    • acahaya schrieb:

      Helios schrieb:

      Die Bilder vom Gewitter/Wetterleuchten von Uschi und Sabine gefallen mir sehr gut, interessant und vielschichtig, auch spektakulär. Die Fish-Eye-Aufnahmen sind nicht meins, bin ja eh kein großer Freund des Effekts, und wenn dann braucht's für meinen Geschmack fast perfekte Symmetrie. Die ist allerdings gerade im Dunkeln auch nicht leicht herzustellen, selbst im Lichte ist das schon nicht einfach.

      acahaya schrieb:

      Mit dem Fisheye nutze ich die Funktion "Objektiv zurücksetzen". Die gab es ja schon bei FT und sie sezt beim Ausschalten der Kamera das Objektiv auf unendlich. Stellt man den Fokus auf MF dann passt das prima für diee Sterne.Leider funktioniert die Funktion für die meisten mFT Objekttive nicht mehr, beim 8/1.8 Fish passt es aber ganz gut.
      Das hatte ich übrigens auf deinen Hinweis hin auch noch mal versucht (ansonsten ist es ja, wie du sagst, für den Zweck nicht zu gebrauchen), funktioniert hat es aber nicht, egal an welcher Kamera.
      Meine bewährte und inzwischen routinierte Methode ist daher der helle Stern und die Fokuslupe mit maximale Vergrößerung. Bei den meisten Objektiven kann man ja dank leichter Aberrationen recht einfach den Fokuspunkt finden, und was die Genauigkeit angeht ist die Variante eh nicht zu schlagen.
      Das ist interessant. Bei mir funktioniert „Rücksetzen auf unendlich beim Ausschalten“ mit dem Fisheye prima und zwar sowohl an der E-M1 I als auch an der II, an der Pen F und an der E-M5 I. Wenn ich vor dem Ausschalten die Kamera auf ganz nah fokussiere, kann ich danach hören, wie sich der Fokus verstellt.
      Mag aber sein, dass ich da bei meinem Fish einfach nur Glück habe.
      Bei den meisten anderen mFt Objektiven und den SWD FTs funktioniert es wie gesagt bei mir auch NICHT.
      Der Fokus verstellt sich bei mir auch, sowohl beim Fisheye wie auch bei den anderen µFT-Objektiven, allerdings nicht genau auf unendlich, sondern nur annähernd. In jedem Fall führt die manuelle Nachverstellung zu einer bessere Fokussierung, und damit auch zu besseren Ergebnissen. Trotzdem ist die Funktion durchaus nützlich für mich, denn gerade wenn ich nur lichtschwache Sterne zur Auswahl habe ist es hilfreich, wenigstens nahe an der Fokusebene zu sein, um die Feinfokussierung durchzuführen; ansonsten kann man sich schnell einen Wolf suchen (vor allem, wenn man keine Lageanzeige für den Fokus hat). Zudem sind die Bilder so im Zweifelsfall zumindest nicht komplett verhunzt, wenn man etwa betört von den Polarlichtern die genaue Fokussierung vergisst ;)
      - Schönen Gruß, Sascha -

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