Drei neue Mitglieder für den Micro-Four-Thirds-Standard

Micro-Four-Thirds ist als "offener Standard" ausgelegt, um an die vollständige Dokumentation inklusive der Spezifikation der Schnittstellen zu gelangen muss ein Hersteller aber der Micro-Four-Thirds-Gruppe um Olympus und Panasonic beitreten. Das haben nun die drei Hersteller Yongnuo, Medieedge und Venus Optics getan.


Yongnuo, Mediaedge und Venusoptics treten Micro-Four-Thirds bei Yongnuo ist ein Hersteller aus Hong Kong und vor allem für sein Blitzsystem bekannt, fertigt allerdings auch Objektive und Kameras. Unter anderem ist bereits ein extra für Micro-Four-Thirds entwickeltes und besonders günstiges 42,5 mm f/1,7 im Angebot, dass über eine automatische Blendenverstellung und Autofokus verfügt. Mediaedge ist ein japanischer Elektronikhersteller im Industriebereich und als Zulieferer für verschiedene Branchen tätig, unbemerkt von vielen spielt der Micro-Four-Thirds-Standard in diesem Bereich inzwischen eine durchaus wichtige Rolle. Venus Optics ist das Unternehmen hinter der Marke "Laowa", die seit gut vier Jahren den Objektivmarkt durch interessante Konstruktionen kräftig aufmischt. Auch speziell für Micro-Four-Thirds entwickelte Objektive werden bereits angeboten, etwa das recht bekannte, manuelle Ultraweitwinkelobjektiv Laowa 7.5mm f/2 MFT.


Pressemitteilung (englischsprachig): https://www.olympus-global.com/news/2020/nr01561.html

Webseite Yongnuo (englischsprachig): http://www.hkyongnuo.com/e-aboutus.php

Webseite Medieedge (englischsprachig): https://www.mediaedge.co.jp/

Webseite Laowa: https://www.laowa.de


Persönlicher Kommentar:


Mediaedge ist mit seiner auf Industrieprodukte ausgerichteten Palette für uns Photographen weniger interessant, Yongnuo und besonders Venus Optics hingegen deutlich mehr. Während erstere vor allem für besonders günstige Produkte stehen, liefern letztere häufig (aber nicht ausschließlich, wie etwa das 17 mm f/1,8 zeigt) ungewöhnliche Objektive mit sehr guten Leistungen zu angemessenen Preisen. Leider allerdings wie so viele Fremdhersteller für MFT ohne elektronische Verbindung zur Kamera. Die wiederum bietet zwar Yongnuo, die Leistungen allerdings gerade in Bezug auf die Geschwindigkeit könnten besser ausfallen. Durch die Mitgliedschaft im Micro-Four-Thirds-Standard kann sich die Situation für beide nun ändern, profitieren würden davon alle Seiten: das System wird attraktiver, der Kundenkreis größer und wir Photographen erhalten neue, spannende Werkzeuge. Man wird doch wohl noch etwas träumen dürfen?

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