NEU: Voigtländer Nokton 29 mm F0.8

Das nach Angaben von Cosina lichtstärkste aktuell auf dem Markt befindliche Wechselobjektiv überhaupt besitzt eine optische Rechnung mit 11 Elementen in 7 Gruppen, davon eine Linse aus speziellem Hochtemperaturglas. Die Naheinstellgrenze liegt bei 0,37 m, was zu einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:10 führt. Die kleinste Blendenöffnung liegt bei F16, zusammen mit 12 Blendenlamellen soll dies für besonders ausgeprägte Blendensterne sorgen. Cosina-typisch ist das Objektiv komplett aus Metall gefertigt und wiegt für diese Lichtstärke überraschende 703 Gramm. Der Durchmesser liegt bei 72,3 mm (Filtergewinde 62 mm), die Länge bei 88,9 mm. Die Blendenverstellung und die Fokussierung sind rein manuell und mechanisch, zudem besitzt das Objektiv genau wie die bisherigen Modelle von Cosina für den MFT-Anschluss keinen Chip und keine elektronischen Kontakte zur Kommunikation mit der Kamera. Das Voigtländer Nokton 29 mm F0.8 ist ab Dezember 2020 verfügbar, die UVP liegt bei 1.799 Euro.


Produktseite: https://www.voigtlaender.de/2020/11/17/automatisch-gespeicherter-entwurf/

Beispielbilder: http://www.cosina.co.jp/gallery/akagi-MFT29mm/index.html



Persönlicher Kommentar:


Auf den ersten Blick ist es eine ungewöhnliche Brennweite, die Cosina für dieses Objektiv gewählt hat. Schaut man sich aber die bisherige Geschichte des Unternehmens und die Produktpaletten für andere Systeme an, relativiert sich dieser Eindruck. Mit den KB-Äquivalenten 58 mm ist es geradezu typisch. Ganz und gar nicht typisch allerdings ist die Lichtstärke, die es so nicht nur für MFT bisher noch nicht gab, sondern die insgesamt aktuell nicht am Markt zu finden ist. Besonders interessant wird diese, wenn man sie mit den herausragend guten Bildstabilisatoren aktueller MFT-Modelle kombiniert und die Kamera so zu einem Nachtsichtgerät mutiert. Ebenso interessant dürfte das Objektiv für alle Portraitphotographen und nicht zuletzt für alle Filmer sein. Rein von den technischen Daten ist es ein rundes Paket für alle, die entweder die besondere Lichtstärke am MFT-Anschluss brauchen (oder wollen), oder eben jene, die stets auf der Suche nach etwas besonderem sind. Ich werde mich diesmal nicht zu Cosinas Entscheidungen hinsichtlich der Ausstattung der MFT-Objektive äußern, alles was ich dazu beim bereits Anfang des Jahres angekündigten 60 mm geschrieben habe lässt sich auch auf dieses Objektiv übertragen, hier reicht es zu erwähnen, dass dies für mich bisher der einzige Wermutstropfen ist. Ich bin sehr gespannt, wie die Abbildungsleistungen ausfallen werden.

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Foto Baur