NEU: Laowa 50mm f2,8 2X Ultra Macro APO

Die speziell für Micro-Four-Thirds entwickelte optische Rechnung des Laowa 50mm f2,8 2X Ultra Macro APO besteht aus 10 Gruppen mit 14 Linsen, davon 3 aus ED-Glas zur Reduktion von chromatischen Aberrationen, worauf ein besonderes Augenmerk gelegt wurde um eine maximale Detailwiedergabe zu ermöglichen. Laowa spricht in dem Zusammenhang von einer apochromatischen Korrektur und besonders hohen Auflösungen im Nahbereich, also bei den Abbildungsmaßstäben von 1:1 und 2:1. Diese werden bei einer Naheinstellgrenze von 135 mm erreicht, was bei einer Objektivlänge von 79 mm einen freien Arbeitsabstand von etwa 60 mm bedeutet. Der Durchmesser des Objektivs beträgt 53,5 mm, das Gewicht liegt bei 240 Gramm, das Gehäuse besteht aus Metall. Als Besonderheit besitzt das Objektiv elektrische Kontakte und eine elektronische Blendenverstellung, ebenso werden die Objektivdaten übertragen und in den EXIF-Daten hinterlegt. Zudem ermöglicht diese Übertragung die Ansteuerung des Bildstabilisators und der Fokuslupe. Einen Fokusmotor besitzt das Laowa 50mm f2,8 2X Ultra Macro APO allerdings nicht, die Scharfstellung erfolgt rein manuell.


© Nicky Bay via Laowa © Nicky Bay via Laowa


Ab Ende September 2020 wird das Laowa 50mm f2,8 2X Ultra Macro APO mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 479 Euro im Handel erhältlich sein.


Produktseite: https://www.laowa.de/50mm-f-2-8-2x-ultra-macro-apo-mft/


Persönlicher Kommentar:


Endlich! Endlich bietet Laowa nicht nur Objektive mit Micro-Four-Thirds-Anschluss an, sondern bringt ein echtes Systemobjektiv auf den Markt. Die elektronische Unterstützung des Anschlusses ist ein in meinen Augen wichtiger Schritt in die richtige Richtung, ermöglicht er doch nicht nur Zusatzfunktionen an der Kamera, sondern auch eine leichtere Handhabung der Bilder, etwa bei der Nutzung spezieller Korrektur- bzw. Bearbeitungsprofile. Genauso sollte es sein!

Abgesehen davon ist auch das Objektiv selbst natürlich ziemlich interessant. Zwar mangelt es nicht gerade an Makrolösungen im Micro-Four-Thirds-System, das ja für derartige Aufnahmen prädestiniert ist, aber ein gut korrigiertes 2:1-Makro ist schon eine Besonderheit. Wie es sich allerdings gegen die harte Systemkonkurrenz schlägt, allen voran gegen das beliebte Olympus 60 mm Makro, werden erst vergleichende Tests zeigen. Die ersten Beispielbilder und die veröffentlichten Daten stimmen mich aber positiv, dass die Bildqualität überzeugen kann. Und dann ist es eine wirklich gute, runde Ergänzung des Systems.

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